ÖKO-TEST Parfüms

Parfüms gehören zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken der Deutschen. ÖKO-TEST hat in der aktuellen Dezemberausgabe Damendüfte getestet und bei jedem zweiten Produkt allergene Duftstoffe entdeckt. Wenigstens kann man die meisten Naturkosmetikdüfte ohne Sorge verschenken. Und es gibt noch eine weitere gute Nachricht: Der Klassiker Chanel No. 5 hat sich verbessert.

ÖKO-TEST hat 20 Parfüms im Labor analysieren lassen. Darunter befinden sich Klassiker mit großem Namen wie von Dior, Boss, Prada, Chanel und Gaultier, aber auch Mode- und Kosmetikmarken wie Bruno Banani, Mexx, S´Oliver und Biotherm sowie Naturkosmetik.

Die meisten Duftwasser sind keine Freude für Allergiker. Denn in ihnen stecken allergene Duftstoffe wie Hydroxycitronellal oder Cinnamylalkohol. Die gute Nachricht ist aber, dass das Kontaktallergen Lyral nicht mehr enthalten ist. Seit August dieses Jahres ist dieser Stoff verboten. Obwohl Produkte mit Lyral noch bis 2021 verkauft werden dürfen, haben die Hersteller erfreulicherweise offenbar schon jetzt gehandelt. In einem Test, den ÖKO-TEST vor zwei Jahren durchgeführt hat, enthielten noch fünf Parfüms den Duftstoff.

Auch Chanel hat die Rezeptur für Chanel No. 5 verbessert. Bislang schnitt der berühmteste Duft der Welt bei ÖKO-TEST miserabel ab, unter anderem weil es gesundheitsschädliche Moschus-Duftstoffe enthielt. Der Klassiker beinhaltet zwar immer noch einen allergenen Duftstoff, aber immerhin reicht es im aktuellen Test schon für ein „befriedend“.

Ein weiterer Kritikpunkt ist: In fast allen Parfüms stecken UV-Filter, die dafür sorgen sollen, dass Farb- und Duftstoffe trotz Lichtkontakt stabil bleiben. Einige Verbindungen stehen jedoch in Verdacht, wie ein Hormon zu wirken.

Uneingeschränkt empfehlen kann ÖKO-TEST aber die meisten Naturkosmetikparfüms. Leider gibt es aber auch einen Ausreiser, der im Test durchfällt, weil er den in Kosmetik verbotenen Weichmacher DEHP enthält. Dieser gilt als hormonell wirksam.

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