Süßen mit Erythrit

 
Erythrit ist ein Zuckeraustauschstoff, der ähnlich aussieht wie Rübenzucker, aber fast keine Kalorien liefert. Ähnliche Vertreter aus dieser chemischen Gruppe wie Xylit oder Sorbit enthalten dagegen 240 kcal pro 100 g, normaler Zucker ca. 400 kcal pro 100 g. Erythrit hat immerhin eine Süßkraft von 60-80 % des Rübenzuckers und kann ähnlich in der Küche verwendet werden. Endlich süßen und backen ohne schlechtes Gewissen?
„Durch die aufwändige Herstellung aus Stärke mit Hilfe von Enzymen und Pilzkulturen ist dieses Süßungsmittel vergleichsweise teuer“, gibt Silke Gulder, Ernährungsexpertin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. zu bedenken. Mit 10 Euro – in Bioqualität bis zu 20 Euro – pro Kilogramm ist er deutlich kostspieliger als heimischer Rübenzucker.


Die Verträglichkeit von Erythrit ist allerdings recht gut, besser als bei anderen Zuckeraustauschstoffen üblich. Denn Erythrit wird schneller im Dünndarm aufgenommen als z.B. Sorbit, so dass Nebenwirkungen wie Blähungen und Durchfall seltener auftreten. Dennoch gilt auch bei der Verwendung von Erythrit: Lebensmittel, in denen der Anteil an Zuckeraustauschstoffen bei mehr als 10 % liegt, müssen den Warnhinweis „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ aufführen.


Aktuell gilt Erythrit mit der Zusatzstoffnummer E 968 als gesundheitlich unbedenklich. Trotzdem ist es besser, Erythrit und andere Süßungsmittel grundsätzlich zurückhaltend und bewusst zu genießen, rät Gulder. Weitere Informationen erhalten Interessierte in der Beratungsstelle des VSB, Frauenbergl 4, 93047 Regensburg, Tel. (0941) 563458 oder unter www.verbraucherservice-bayern.de <http://www.verbraucherservice-bayern.de/>.

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