Geplanten Verschleiß stoppen

Ein geplanter Verschleiß ist jedoch schwer nachweisbar. Stephanie Ertl, Umweltreferentin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB), verweist auf die Obsoleszenz-Studie des Umweltbundesamtes von 2015, wonach Geräte heute früher ersetzt werden als noch vor zehn Jahren. Allerdings konnte nicht nachgewiesen werden, dass die Produktlebensdauer durch eingebaute Mängel gezielt verkürzt wird. „Vielmehr wird ein Zusammenspiel verschiedener Ursachen für die kürzer werdende Nutzungsdauer verantwortlich gemacht“ so Ertl: „Neben minderwertigen Materialien und Konstruktionsfehlern sind hier teure Reparaturen, technische Änderungen und ständig neue Modetrends zu nennen.“
Der VSB setzt sich für eine lange Gebrauchsdauer ein und fordert gesetzliche Vorgaben, um Hersteller zur Produktion langlebiger Produkte zu verpflichten. Auch Verbraucher können einiges tun, um vorzeitiges Wegwerfen zu vermeiden. Denn Produkte werden so gestaltet, dass sie so lange wie nötig aber nicht so lange wie möglich halten. Wichtig ist deshalb, hochwertige Produkte zu wählen und diese lange zu nutzen. Werden Güter nur selten benötigt, ist es günstiger, diese auszuleihen oder gemeinsam zu nutzen anstatt möglichst billig neu zu kaufen.

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