„Gemeinschaftsgärten“ – Eine alte Tradition als neuer Trend

Ein Stückchen Land zu bewirtschaften, den Kreislauf im Garten aktiv mitzugestalten und zu erleben und vielleicht sogar die eigene Ernte zu verarbeiten, gibt vielen Bürgern eine wohltuende Befriedigung. „Gemeinschaftsgärten“ waren auch Thema des Seminars des Kreisverbandes Regensburg für Gartenkultur und Landespflege, zu dem Kreisvorsitzender Karl Pröpstl sowie der OGV-Vorsitzende von Eilsbrunn, Siegfried Kaier, im Gasthof Erber in Eilsbrunn OGV-Vorsitzende, Gartenpfleger, Kinder- und Jugendgruppenleiter sowie Nachwuchskräfte begrüßen konnten.

 

 

 

Referent Franz Rösl von der Interessensgemeinschaft „Gesunder Boden“ gab den Seminarteilnehmern eingangs umfangreiche Informationen zur Bodenbeschaffenheit. Der Boden als Schlüssel zum erfolgreichen Gärtnern wurde von ihm vom Humusgehalt über Kompost und Düngung bis zur Nährstoffzusammensetzung in Zahlen und Bildern dargestellt. Rösl machte den Zuhörern deutlich, dass chemische Dünge- und Pflanzenschutzmittel sich lange im Boden halten und auch durch Kompostierung der belasteten Pflanzenreste diese sich nicht abbauen und so den Gartenboden lange belasten können.

 

 

 

Thomas Jaksch von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf frischte im Anschluss daran altes Gärtnerwissen auf. Sein Fokus lag auf einer überlegten Planung für eine optimale Nutzung des Beetes. Er ging auf die traditionellen Kultur- und Fruchtfolgen ein, die sich aus Saatzeitpunkt und Größe der Pflanzen sowie Nährstoffbedarf ergeben. Jaksch animierte die Gartler, offen zu sein für neue Züchtungen, da diese auch in Gefäßen oder in Hängeampel gut gedeihen. Auch in Mischkulturen, wie sie oft in Gemeinschaftsgärten zu finden sind, würden sich die Pflanzen gegenseitig ergänzen. „Und wenn dann noch ein paar Ringelblumen oder Tagetes an den Beetrand gepflanzt werden, lockt man Insekten und das Gemüse wird sozusagen nebenbei bestäubt“, so Thomas Jaksch.

 

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