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Wie man mit Eltern umgeht, die vom Frühtod betroffen wurden

Am 15. März 2019 lädt der Verein Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister München e.V. zum Tag der offenen Tür ein. Ab 15.00 Uhr können alle, die sich für die Arbeit der Verwaisten Eltern München interessieren, sich persönlich über die Aufgaben des Vereins informieren. Mitarbeiter und Mitglieder des Vereins stehen an der Geschäftsstelle in Haidhausen für Fragen zu den angebotenen Hilfen bereit.

 

Um 16.00 Uhr beginnt Daniela Nuber ihren Vortrag mit dem Thema „Hingehen statt Wegschauen – vom richtigen Umgang mit Eltern von Sternenkindern“. Wenn Babys während einer Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt versterben, werden sie als Sternenkinder bezeichnet. Geburt und Tod – das gehört doch nicht zusammen, mögen wir denken. Doch kommt es aber immer wieder vor, dass Schwangerschaften plötzlich im Unglück enden. Dann stellt sich für die Angehörigen, wie für Freunde und Bekannte die Frage: Wie sollen wir jetzt den Eltern begegnen, die gerade noch in freudiger Erwartung waren und sich nun in einem emotionalen Ausnahmezustand befinden?

 

In ihrem Vortrag spricht Frau Nuber aus eigener Erfahrung  über die spezielle Situation der Eltern und über die Möglichkeiten des Umgangs mit den Betroffenen. Vor allem aber darüber, wie die empfundene Hilflosigkeit und Sprachlosigkeit bei einem solchen Schicksalsschlag in wohltuende Worte und Taten verwandelt werden kann. 

 

Frau Nuber ist Mutter von zwei lebensfrohen Söhnen sowie einer Sternentochter, die im 6. Monat still geboren wurde. Sie ist zertifizierte Familienbegleiterin der Gesellschaft  für Geburtsvorbereitung (GfG). Der Vortrag richtet sich an betroffene Eltern und Angehörige und an alle, die beruflich mit Kindern und Eltern zu tun haben: Erzieher, Lehrkräfte, Ärzte, Hebammen, Eltern-Kind-Kursleitungen etc.

 

Um 17.00 Uhr wird die Ausstellung „Auf meinem Weg zurück ins Leben“ mit Bildern einer betroffenen Mutter eröffnet. Wie viel Kraft, Mut und Kreativität in der Tiefe der Trauer liegen, ist in ihren klaren, ausdrucksstarken und bewegenden Bildern zu sehen. Die Einführung zur Vernissage macht Freya von Stülpnagel, die sich bereits seit vielen Jahren für die Belange des Vereins  im Vorstand engagiert.

 

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