· 

Nahversorgungstage am 29. und 30. März 2019

Die zukünftigen Strategien zur Weiterentwicklung der Nahversorgung in Regensburg werden aktuell im Rahmen der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes erarbeitet. Hierfür hat die Stadt Regensburg die GMA Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH beauftragt. Das neue Einzelhandels- und Zentrenkonzept stellt eine Aktualisierung 2 des bisherigen Konzepts aus dem Jahr 2009 dar und soll eine Vertiefung im Bereich der Nahversorgung erfahren. Hier werden die Strategien zur zukünftigen Gestaltung der Nahversorgung in Regensburg ausgearbeitet. Neben Datenaufbereitung zu Angebot und Nachfrage in Regensburg werden auch jeweils zweistündige Nahversorgungstage vor Ort durchgeführt. Damit sollen die Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess eingebunden werden. Bei einem ersten Treffen sollen die Ergebnisse der Nahversorgungsanalyse für Regensburg vorgestellt, wesentliche Stärken und Schwächen benannt sowie zusätzliche Ideen zur Weiterentwicklung konkreter „Nahversorger vor Ort“ zusammen-getragen werden.

 

Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann freuen sich über eine rege Beteiligung aus der Bürgerschaft und laden zu folgenden Terminen ein:

  • Planungsbezirk Mitte / Nordwest: Stadtteile Innenstadt, Stadtamhof, Steinweg – Pfaffenstein, Ober- und Niederwinzer – Kager Freitag, 29. März 2019, 16-18 Uhr Parkside, Prüfeninger Straße 20, 93049 Regensburg
  • Planungsbezirk Stadtwesten / Südwesten: Stadtteile Westenviertel, Großprüfening – DechbettenKönigswiesen, Kumpfmühl – Ziegetsdorf – Neuprüll Freitag, 29. März 2019, 19-21 Uhr Parkside; Prüfeninger Straße 20, 93049 Regensburg
  • Planungsbezirk Stadtnorden: Stadtteile Weichs, Reinhausen, Konradsiedlung – Wutzlhofen, Sallern – Gallingkofen, Brandlberg – Keilberg, Schwabelweis Samstag, 30. März 2019, 10-12 Uhr Marina Forum, Johanna-Dachs-Straße 46, 93055 Regensburg
  • Planungsbezirk Stadtosten und Stadtsüden: Stadtteile Galgenberg, Kasernenviertel, Ostenviertel, Oberisling – Graß, Burgweinting – Harting Samstag, 30. März 2019, 13-15 Uhr Marina Forum, Johanna-Dachs-Straße 46, 93055 Regensburg

Zur Koordination der Termine wird um Anmeldung bis spätestens 25. März 2019 beim Amt für Stadtentwicklung, bevorzugt per E-Mail an stadtentwicklung@regensburg.de oder per Telefon unter 507-1663 gebeten mit Angabe von Name, E-Mail, Anzahl der Teilnehmer sowie Planungsbezirk.
Ein zweiter Nahversorgungstag ist Ende Mai 2019 geplant.

Weitere Informationen zur Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes sowie zu den Nahversorgungstagen sind auch unter www.regensburg.de zu finden.




Hintergrund

13 Supermärkte, 30 Discounter, drei SB-Warenhäuser, zwölf Drogeriemärkte und dazu noch eine Vielzahl an Bäckereien, Metzgereien, Getränkemärkten, Bioläden und Spezialgeschäften für Obst / Gemüse, Käse, Fisch oder Wein / Spirituosen. Auf den ersten Blick ist Regensburg im nahversorgungsrelevanten Einzelhandel, insbesondere bei Lebensmitteln, sehr gut aufgestellt. Dies zeigt auch die Einzelhandelszentralität (Verhältnis Umsatz zu Kaufkraft in Regensburg) von 120: Der Lebensmittelhandel in Regensburg erwirtschaftet also 20 Prozent mehr Umsatz als Kaufkraft in Regensburg vorhanden ist und ist somit auch für Kunden aus dem Umland ein attraktiver Einkaufsort.

Dennoch wird immer wieder über die Nahversorgung in den einzelnen Stadtteilen bzw. Wohnquartieren diskutiert. Spätestens wenn der letzte Nahversorger aufgibt, werden die Nöte offensichtlich, wie zum Beispiel geschehen in der nördlichen Konradsiedlung. Aber auch die kleinen, abgesetzten Ortsteile im Osten oder Süden von Regensburg mit geringen Einwohnerzahlen verfügen praktisch über keine Nahversorgung (mehr) vor Ort (so wie Keilberg oder Harting). Auch im Kerngebiet der Stadt Regensburg gibt es noch Bereiche, die fußläufig noch nicht von einem adäquaten Versorgungsangebot profitieren. Dennoch können zurzeit knapp 70 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner von Regensburg einen Nahversorgungsmarkt innerhalb von circa 500 Metern fußläufig erreichen und gelten somit als gut versorgt.

Was ist jedoch mit den kleinen Ortsteilen und Wohnquartieren am Rande der Kernstadt? Wie ist eine moderne Nah- und Grundversorgungsstruktur in einer dynamisch wachsenden Stadt wie Regensburg aufzustellen und zu entwickeln? Welches Angebot wird im nahen Wohnumfeld von der Bevölkerung erwartet? Der Lebensmittelmarkt vor Ort ist ein wichtiger Baustein für Lebensqualität im Stadtteil, nicht nur für die Versorgung, sondern auch als Treffpunkt für die Bevölkerung.

Aber auch die Anforderungen der Lebensmittelunternehmen an die Standorte steigen: Größere Verkaufsflächen, mehr Einwohner im Einzugsgebiet, eine gute Erreichbarkeit mit dem Pkw und eine ausreichende Zahl von Stellplätzen werden regelmäßig gefordert. Gleichzeitig verfügt Regensburg nur über eine eingeschränkte Anzahl möglicher Standorte bzw. Standortbereiche. Der Einzelhandel steht im Wettbewerb mit Flächen für das Wohnen sowie für das Gewerbe.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0