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Internationaler Tag der Provenienzforschung im Kunstforum Ostdeutscher Galerie

Stempel, Aufkleber, Beschriftungen und dazu viel Recherche in Archivbeständen und Auktionskatalogen. Die Arbeit der Provenienzforscherin Natascha Mazur M.A. im Kunstforum Ostdeutsche Galerie ist eine kunsthistorische Spurensuche. Anlässlich des Tages der Provenienzforschung am 10. April 2019 gibt sie um 13 Uhr einen Einblick in ihre spannende Tätigkeit.
Der neu geschaffene Aktionstag soll auf die gesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz der komplexen Arbeit von Provenienzforscherinnen und –forschern aufmerksam machen und die vielfältigen Fragestellungen und Methoden dieses Bereichs erklären bzw. vermitteln. Für das KOG übernimmt Natascha Mazur, die Spezialistin für Provenienzforschung, diese Aufgabe.
„Wir suchen nach kleinen Details. Stempel, Aufkleber und Beschriftungen geben Hinweise auf die Geschichte des Werkes“, so erklärt die Kunsthistorikerin ihre Tätigkeit. Solche Anhaltspunkte werden mit Informationen aus Archivbeständen, Literatur, Kaufverträgen oder Auktionskatalogen kombiniert. Im Optimalfall lässt sich so eine Provenienzkette rekonstruieren, also eine möglichst komplette Darstellung der Besitzverhältnisse eines Kunstwerkes. Im Rahmen der „Mittagspause im Museum“ zeigt die Kunsthistorikerin anhand ausgewählter Werke wie sie in ihrem Arbeitsalltag vorgeht. Die Führung findet am 10. April 2019 um 13 Uhr im KOG statt. Der Eintritt beträgt 6/4 Euro und beinhaltet einen Gutschein für das Cafe unter den Linden.
Am Tag der Provenienzforschung nehmen mehr als 70 Kulturinstitutionen in Deutschland, Großbritannien, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz teil. Koordiniert wird der Aktionstag durch den Arbeitskreis Provenienzforschung e.V., einem Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Zu den zentralen Aufgaben des Arbeitskreises gehören die Vernetzung und fachliche Unterstützung der Provenienzforscherinnen und –forscher in ihren unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern und die Förderung des interdisziplinären Austauschs.
Eine eigene Stelle für Provenienzforschung hat das KOG seit Dezember 2018. Das vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderte Projekt, das zusätzlich von der Landestelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern unterstützt wird, soll die
Geschichte der Bestände zu Tage bringen und mittels Forschung Aufschluss über ihre
Herkunft geben.

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